Foundation, Concealer & Puder – der perfekte Teint
- beautyacademy

- vor 4 Tagen
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Ein ebenmäßiger Teint bildet die Grundlage vieler Make-up-Looks. Doch ein professionelles Ergebnis entsteht nicht dadurch, möglichst viel Produkt aufzutragen.
Viel wichtiger ist es, den passenden Farbton auszuwählen, unterschiedliche Hautbereiche gezielt auszugleichen und die Grundierung so aufzutragen, dass sie mit der Haut zu einer harmonischen Einheit wird.
Foundation, Concealer und Puder erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben. Richtig kombiniert können sie den Teint ausgleichen, bestimmte Bereiche optisch aufhellen, Unregelmäßigkeiten kaschieren und das Make-up fixieren.
MERKE: Die beste Foundation ist nicht jene, die man sofort sieht – sondern jene, die sich harmonisch mit der Haut verbindet.
Foundation – die Grundlage für einen ebenmäßigen Teint
Foundation wird in unseren Ausbildungsunterlagen als Grundierung bezeichnet.
Ihre Aufgabe besteht darin, eine gleichmäßige Basis für das weitere Make-up zu schaffen.
Dabei ist vor allem eines entscheidend:
Der richtige Farbton.
Eine Grundierung sollte laut Fachkunde-Unterlage weder heller noch dunkler, weder rosiger noch grauer als die natürliche Haut wirken. Als Maßstab für die Farbauswahl wird die Haut am Hals herangezogen.
Das Ziel ist ein harmonischer Übergang zwischen Gesicht und Hals.
Sind zwischen grundierter Haut und der umgebenden Haut keine auffälligen Farbränder sichtbar, wurde der Farbton passend gewählt.
Wenn der Farbton nicht ganz passt
Nicht immer steht sofort der perfekte Foundation-Ton zur Verfügung.
In diesem Fall können unterschiedliche Nuancen miteinander gemischt werden.
Unsere Ausbildungsunterlagen geben dafür eine einfache Orientierung:
Wirkt die Foundation zu rosa:→ mehr Gelbtöne beimischen.
Wirkt die Foundation zu gelb:→ mit Rosa ausgleichen.
Gerade im professionellen Bereich ist diese Fähigkeit besonders hilfreich.
Denn die Hautfarbe einer Kundin entspricht nicht automatisch exakt einer fertigen Produktnuance.
PRAXISTIPP: Beurteile eine Foundation nicht nur unmittelbar nach dem Auftragen. Betrachte immer auch den Übergang zum Hals und das Gesamtbild des Gesichts.
Welche Arten von Make-up gibt es?
Nicht jede Grundierung ist gleich.
Die Fachkunde-Unterlagen unterscheiden verschiedene Make-up-Arten:
Transparent Make-up
Fluid Make-up
Creme Make-up
Kompaktpuder Make-up
antiseptisches Make-up
Longlasting Make-up
Camouflage
Die Unterlagen führen diese Kategorien an, beschreiben an dieser Stelle jedoch nicht jede einzelne Produktart ausführlicher. Deshalb sollten wir ihnen hier auch keine Eigenschaften zuschreiben, die im Skript nicht genannt werden.
Eine Ausnahme bildet Camouflage, die in den Unterlagen wesentlich detaillierter behandelt wird. Darauf kommen wir weiter unten zurück.
Foundation richtig auftragen
Für den Auftrag der Grundierung nennt das Skript mehrere Möglichkeiten.
Foundation kann aufgetragen werden mit:
Foundation-Pinsel,
Fingern,
Schwämmchen,
Profibürste oder
Airbrush-Technik.
Welche Methode eingesetzt wird, kann sich nach Produkt, gewünschtem Ergebnis und persönlicher Arbeitstechnik richten.
Zwei Methoden werden in unseren Unterlagen besonders beschrieben.
Arbeiten mit dem Make-up-Schwämmchen
Ein Schwämmchen eignet sich laut Fachkunde besonders gut dafür, Foundation rund um die Nase und an anderen schwer erreichbaren Stellen aufzutragen.
Zusätzlich kann es dabei helfen, Übergänge zu kaschieren.
Das macht das Schwämmchen zu einem praktischen Werkzeug für Bereiche, in denen besonders genau gearbeitet werden muss.
Foundation mit den Fingern einarbeiten
Auch die Finger werden in den Ausbildungsunterlagen ausdrücklich als Möglichkeit genannt.
Die Wärme der Finger hilft dabei, das Make-up in die Haut einzuarbeiten.
Das Skript beschreibt den gewünschten Effekt sehr anschaulich: Das Make-up soll sich dadurch eher wie ein Teil der Haut und nicht wie eine Maske anfühlen.
Dahinter steckt ein wichtiges Prinzip für das gesamte Teint-Make-up:
Natürlichkeit entsteht nicht allein durch wenig Produkt, sondern vor allem durch einen sauberen Auftrag und harmonische Übergänge.
Concealer – gezielt aufhellen
Foundation und Concealer erfüllen nicht dieselbe Aufgabe.
Während die Grundierung eine Basis für das gesamte Gesicht schafft, kann Concealer gezielt auf bestimmten Bereichen eingesetzt werden.
Ein wichtiges Beispiel aus unseren Ausbildungsunterlagen sind Augenringe und Vertiefungen.
Augenringe werden dort mit einem helleren Ton als die Grundierung abgedeckt.
Eine Vertiefung kann mit:
Concealer,
Abdeckstift oder
Abdeckcreme
aufgehellt werden.
Hell kommt optisch hervor.
Ein aufgehellter Bereich kann dadurch optisch stärker in den Vordergrund treten.
Augenringe richtig abdecken
Beim Abdecken von Augenringen ist deshalb nicht nur die Deckkraft entscheidend.
Auch die Helligkeit des verwendeten Produktes spielt eine Rolle.
Laut unseren Fachkunde-Unterlagen wird hierfür ein Ton gewählt, der heller als die Grundierung ist.
Das Produkt wird gezielt dort eingesetzt, wo die Aufhellung benötigt wird.
Dadurch unterscheidet sich diese Arbeit deutlich von einer großflächigen Foundation.
MERKE: Foundation schafft die Basis – Concealer arbeitet gezielt.
Pigmentstörungen – eine andere Strategie
Nicht jede Unregelmäßigkeit wird automatisch aufgehellt.
Bei Pigmentstörungen sieht das Skript ausdrücklich vor, diese im gleichen Ton wie die Grundierung abzudecken.
Das ist für die Praxis besonders wichtig.
Denn es zeigt, dass „Abdecken“ nicht automatisch bedeutet, einen helleren Farbton zu verwenden.
Die Wahl des Produktes und des Farbtons richtet sich danach, was optisch ausgeglichen werden soll.
Welche Produkte können zum Abdecken verwendet werden?
Unsere Ausbildungsunterlagen nennen verschiedene Möglichkeiten:
Abdeckstifte,
Concealer,
Camouflagecreme und
Camouflagestifte.
Damit stehen für unterschiedliche Korrekturarbeiten verschiedene Produktformen zur Verfügung.
Besonders Camouflage nimmt dabei eine eigene Stellung ein.
Camouflage – wenn besonders hohe Belastbarkeit gefragt ist
Camouflage wird in den Fachkunde-Unterlagen als wasser- und schweißfest beschrieben.
Sie bietet laut Skript wirkungsvolle Möglichkeiten bei besonderen Gelegenheiten und hält auch Belastungen wie:
Schwimmen,
Hitze und
körperlicher Anstrengung
stand.
Entsprechend wird Camouflage nicht nur für klassische Korrekturarbeiten eingesetzt.
Wann kann Camouflage verwendet werden?
Unsere Ausbildungsunterlagen nennen unter anderem folgende Anwendungsgebiete:
Schwarz-Weiß-Fotos,
Braut-Make-up,
Laufsteg-Make-up sowie
das Abdecken verschiedener Hautauffälligkeiten.
Als Beispiele für abzudeckende Bereiche beziehungsweise Veränderungen werden im Skript unter anderem rote Äderchen, Altersflecken, Narben, blaue Flecken, Tätowierungen, Akne und Augenringe angeführt.
Für die professionelle Arbeit ist dabei wichtig, Camouflage als spezielle Technik innerhalb des Teint-Make-ups zu verstehen und nicht mit einer gewöhnlichen Foundation gleichzusetzen.
Farbkorrektur mit Camouflage
Für die Camouflage-Technik werden laut Skript mehrere miteinander mischbare Farbtöne benötigt:
unterschiedliche helle und dunkle Nuancen,
rosige bis gelbliche Farbtöne und
ein grünlicher Farbton.
Der grünliche Ton erfüllt dabei eine besondere Aufgabe.
Er wird zum Neutralisieren rötlicher und violetter Hautstellen eingesetzt und vor der eigentlichen Camouflage dünn auf die betroffenen Bereiche aufgetragen.
Hier zeigt sich bereits, wie wichtig Farbkenntnisse für professionelle Korrekturtechniken sind.
Mit diesem Thema beschäftigen wir uns später in der Farblehre noch ausführlicher.
Die richtige Unterlage für Camouflage
Auch bei Camouflage beginnt ein gutes Ergebnis mit der richtigen Vorbereitung.
Als Unterlage nennt unser Skript eine Feuchtigkeitscreme.
Eine fetthaltige Unterlage wird dagegen als ungeeignet für eine haltbare Grundierung beschrieben.
Damit knüpft dieses Kapitel direkt an unsere Hautvorbereitung an:
Die Pflege unter dem Make-up muss nicht nur zum Hautbild passen – sie kann auch die spätere Haltbarkeit beeinflussen.
Puder – der Abschluss der Grundierung
Nach Foundation und Korrekturprodukten spielt Puder eine wichtige Rolle.
In unseren Unterlagen wird beispielsweise die Puderquaste beschrieben.
Mit ihr wird Puder gleichmäßig auf das Gesicht gedrückt.
Anschließend wird überschüssiges Produkt mit einem Puderpinsel entfernt.
Das Wort „gedrückt“ ist hier besonders interessant.
Puder wird bei dieser Technik nicht einfach beliebig über das Gesicht gestrichen, sondern gezielt aufgebracht.
Puder bei lang haltendem Make-up
Auch beim Abend-Make-up wird die Fixierung ausdrücklich erwähnt.
Unsere Ausbildungsunterlagen nennen eine feuchtigkeitshaltige Make-up-Unterlage und einen Camouflage-Fixierpuder nach der Grundierung, damit das Make-up nicht so schnell glänzt.
Damit erfüllt Puder nicht nur eine optische Funktion.
Er ist auch Teil der Fixierung des Make-ups.
Die richtige Reihenfolge
Für die praktische Arbeit können wir die bisher behandelten Schritte zu einem einfachen Ablauf zusammenführen:
1. Haut vorbereiten
Die Haut wird entsprechend ihrem Hautbild gereinigt und gepflegt.
2. Farbton der Foundation bestimmen
Der Hals dient laut Skript als Maßstab.
3. Grundierung auftragen
Foundation gleichmäßig verteilen und auf saubere Übergänge achten.
4. Bereiche gezielt korrigieren
Augenringe beziehungsweise Vertiefungen aufhellen und Pigmentstörungen passend zur Grundierung abdecken.
5. Bei Bedarf Camouflage einsetzen
Besondere Korrekturen können eine stärker belastbare Technik erfordern.
6. Grundierung fixieren
Puder entsprechend der verwendeten Technik auftragen und überschüssiges Produkt entfernen.
Danach kann die weitere Gestaltung des Gesichts beginnen.
Weniger Maske – mehr Haut
Ein professioneller Teint sollte nicht dadurch auffallen, dass besonders viel Foundation verwendet wurde.
Vielmehr sollen Haut und Make-up harmonisch miteinander verschmelzen.
Dafür sind mehrere Faktoren entscheidend:
Der Farbton muss passen.
Übergänge müssen sauber gearbeitet sein.
Korrekturprodukte werden gezielt eingesetzt.
Die Grundierung sollte zum Gesamtbild passen.
Gerade die Formulierung unserer Ausbildungsunterlagen, dass Make-up wie ein Teil der Haut und nicht wie eine Maske wirken soll, bringt dieses Ziel besonders gut auf den Punkt.
Typische Fehler beim Teint-Make-up
Fehler 1: Foundation zu hell oder zu dunkel wählen
Dadurch kann ein sichtbarer Unterschied zwischen Gesicht und Hals entstehen.
Besser: Den Hals als Orientierung für die Farbauswahl verwenden.
Fehler 2: Jede Unregelmäßigkeit aufhellen
Augenringe und Vertiefungen werden laut Skript heller gearbeitet, Pigmentstörungen dagegen im Ton der Grundierung abgedeckt.
Fehler 3: Übergänge vernachlässigen
Besonders rund um die Nase und an schwer erreichbaren Stellen muss sauber gearbeitet werden. Das Schwämmchen wird im Skript hierfür ausdrücklich empfohlen.
Fehler 4: Zu reichhaltige Unterlage verwenden
Vor allem bei Camouflage kann eine fetthaltige Grundlage die Haltbarkeit beeinträchtigen.
Was solltest du dir für die Praxis merken?
1. Wähle Foundation passend zur Haut
Der Übergang zwischen Gesicht und Hals sollte harmonisch wirken.
2. Foundation ist die Basis – nicht die gesamte Korrektur
Arbeite bestimmte Bereiche anschließend gezielt mit geeigneten Abdeckprodukten.
3. Nicht jede Korrektur braucht dieselbe Farbe
Vertiefungen werden anders behandelt als Pigmentstörungen.
4. Saubere Übergänge sind entscheidend
Besonders an schwierigen Stellen muss die Grundierung sorgfältig eingearbeitet werden.
5. Camouflage ist eine spezielle Technik
Sie bietet eine hohe Belastbarkeit und wird für besondere Anforderungen eingesetzt.
6. Puder gehört zur Fixierung
Die richtige Anwendung hilft dabei, die Grundierung abzuschließen.
7. Das Ergebnis soll mit der Haut harmonieren
Das Ziel ist nicht eine sichtbare Make-up-Schicht, sondern ein stimmiges Gesamtbild.
Fazit: Der perfekte Teint entsteht durch Präzision
Foundation, Concealer und Puder gehören zu den wichtigsten Grundlagen der Visagistik. Doch entscheidend ist nicht, möglichst viele Produkte einzusetzen.
Professionelles Arbeiten bedeutet vielmehr, jedem Produkt eine klare Aufgabe zu geben:
Die Foundation schafft eine gleichmäßige Basis.
Concealer und Abdeckprodukte korrigieren gezielt.
Camouflage kommt bei besonderen Anforderungen zum Einsatz.
Puder unterstützt die Fixierung und vollendet die Grundierung.
Wer Farbton, Auftrag und Korrektur bewusst aufeinander abstimmt, schafft einen Teint, der nicht maskenhaft wirkt, sondern sich harmonisch in das natürliche Erscheinungsbild einfügt.
MERKSATZ: Ein perfekter Teint entsteht nicht durch möglichst viel Deckkraft – sondern durch den richtigen Farbton, gezielte Korrektur und saubere Übergänge.




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