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Brillen-Make-up – Augen optimal betonen

  • Autorenbild: beautyacademy
    beautyacademy
  • vor 6 Tagen
  • 10 Min. Lesezeit
Infografik zu Brillen-Make-up mit Frau in Brille, Tipps für Kurz- und Weitsichtigkeit, rosafarbenes Layout mit vielen Textfeldern





Eine Brille verdeckt die Augen nicht – sie verändert ihre optische Wirkung. Professionelles Brillen-Make-up berücksichtigt deshalb nicht nur Augenform und Farbtyp, sondern auch Brillengläser, Fassung und das Zusammenspiel des gesamten Gesichtes.

Das Brillen-Make-up wird in unseren Ausbildungsunterlagen ausdrücklich als eigener Bereich des Beauty Make-ups geführt.

Damit greifen wir auf viele Techniken der bisherigen Kapitel zurück: Hautvorbereitung, Foundation, Korrektur, Augenbrauen, Augenmodellierung, Farbenlehre und Lippen-Make-up. Beim Brillen-Make-up kommt jedoch ein entscheidender Faktor hinzu:

Das Make-up muss gemeinsam mit der Brille funktionieren.

Die Augen dürfen deshalb niemals nur ohne Brille beurteilt werden. Während der Arbeit sollte die Brille immer wieder aufgesetzt und das Gesamtbild kontrolliert werden.


1. Warum braucht Brillen-Make-up besondere Aufmerksamkeit?

Eine Brille ist ein deutlich sichtbares Gestaltungselement im Gesicht.


Sie bringt:

  • Linien,

  • Formen,

  • Farben,

  • Kontraste und

  • Proportionen

mit sich.


Gleichzeitig beeinflussen die Brillengläser die optische Wahrnehmung der Augen.

Deshalb muss ein professionelles Brillen-Make-up drei Bereiche miteinander verbinden:

Auge + Make-up + Brille

Die wichtigste Frage lautet also nicht:

„Wie schminke ich ein schönes Auge?“

Sondern:

„Wie gestalte ich das Auge so, dass es gemeinsam mit dieser Brille harmonisch wirkt?“


2. Die Brille zuerst analysieren

Bevor mit dem Augen-Make-up begonnen wird, betrachten wir zunächst die Brille.


Wichtige Punkte sind:

Form der Fassung

Ist sie:

  • rund,

  • oval,

  • kantig,

  • groß,

  • klein,

  • markant,

  • filigran?


Farbe der Fassung

Ist sie:

  • neutral,

  • warm,

  • kühl,

  • hell,

  • dunkel,

  • farbintensiv?


Stärke des Rahmens

Ein kräftiger dunkler Rahmen erzeugt bereits viel Kontrast im Gesicht.

Eine sehr feine oder rahmenlose Brille wirkt dagegen wesentlich zurückhaltender.

Position der Augenbrauen

Wie verhält sich die obere Brillenlinie zur natürlichen Augenbrauenform?

Wirkung der Gläser

Vergrößern oder verkleinern sie die Augen optisch?

Erst wenn diese Faktoren berücksichtigt wurden, sollte die Intensität des Make-ups festgelegt wer


3. Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit – der entscheidende Unterschied

Beim Brillen-Make-up ist besonders wichtig, welche optische Wirkung die Gläser auf die Augen haben.


Grundsätzlich unterscheiden wir zwei typische Situationen:


Kurzsichtigkeit

Bei entsprechenden Brillengläsern können die Augen hinter der Brille optisch kleiner erscheinen.

Das Make-up sollte deshalb darauf ausgerichtet sein, den Blick möglichst offen und lebendig wirken zu lassen.


Weitsichtigkeit

Hier können die Augen durch die Gläser optisch größer erscheinen.

Dadurch werden gleichzeitig Details des Augen-Make-ups stärker wahrgenommen.

Hier ist besonders präzises Arbeiten gefragt.


Merksatz

Kurzsichtigkeit: Augen optisch öffnen.Weitsichtigkeit: Augen kontrolliert definieren.


4. Make-up bei Kurzsichtigkeit

Erscheinen die Augen durch die Brillengläser kleiner, möchten wir ihnen optisch mehr Offenheit verleihen.

Helle Bereiche nutzen

Wir erinnern uns an unser Grundprinzip:

Hell tritt hervor.Dunkel tritt zurück.

Helle bis mittlere Lidschattentöne können deshalb dazu beitragen, das Auge offener erscheinen zu lassen.

Dunkle Töne bewusst einsetzen

Sehr großflächige dunkle Flächen können ein ohnehin optisch verkleinertes Auge zusätzlich kleiner wirken lassen.

Das bedeutet nicht, dass dunkle Farben verboten sind.

Sie sollten lediglich gezielt eingesetzt werden.

Beispielsweise:

  • zur Modellierung der Lidfalte,

  • am äußeren Augenwinkel,

  • zur Definition des Wimpernkranzes.

Übergänge weich halten

Eine harte dunkle Fläche kann das Auge optisch begrenzen.

Weiche Übergänge schaffen dagegen mehr Offenheit.


5. Eyeliner bei Kurzsichtigkeit

Eine Definition des oberen Wimpernkranzes kann dem Auge Ausdruck geben.

Die Linie sollte jedoch zur individuellen Augenform passen.

Besonders wichtig

Bei optisch verkleinerten Augen sollte die Linie nicht automatisch sehr breit und schwer gestaltet werden.


Eine feinere Definition kann:

  • den Wimpernkranz verdichten,

  • die Augenform betonen,

  • Ausdruck schaffen,


ohne das Auge unnötig zu verkleinern.


Am äußeren Augenwinkel kann die Linienführung – abhängig von der Augenform – leicht angehoben werden.

Praxis-Tipp:Nach dem Eyeliner die Brille aufsetzen. Was ohne Brille intensiv aussieht, kann hinter den Gläsern deutlich zurückhaltender wirken.


6. Kajal bei Kurzsichtigkeit

Auch Kajal sollte bewusst eingesetzt werden.

Eine sehr dunkle, vollständig geschlossene Umrandung des Auges kann das Auge optisch kleiner wirken lassen.


Wenn ein offenerer Eindruck gewünscht wird, sollte deshalb besonders sorgfältig entschieden werden:

  • Wo wird Dunkelheit benötigt?

  • Wo soll das Auge optisch geöffnet bleiben?

  • Wie wirkt die Gestaltung hinter den Gläsern?


Es gibt keine starre Regel für jedes Auge.

Die individuelle Augenform bleibt entscheidend.


7. Mascara bei Kurzsichtigkeit

Mascara kann beim Make-up für kurzsichtige Brillenträgerinnen besonders hilfreich sein.


Sie:

  • definiert die Wimpern,

  • öffnet den Blick,

  • verstärkt die Augenform.


Die Wimpern sollten sauber getrennt werden.

Aber Achtung

Sehr lange oder stark nach vorne gerichtete Wimpern können an die Brillengläser stoßen.

Deshalb sollte nach dem Tuschen immer kontrolliert werden, ob die Brille bequem getragen werden kann.


8. Make-up bei Weitsichtigkeit

Bei Weitsichtigkeit können die Gläser die Augen optisch vergrößern.

Das bedeutet:

Details werden stärker sichtbar.

Deshalb ist hier eine besonders präzise Arbeitsweise wichtig.

Unsaubere Linien, harte Übergänge oder verklumpte Mascara können durch die Gläser stärker auffallen.

Lidschatten

Mittlere und etwas dunklere Farbtöne können zur Modellierung eingesetzt werden.

Entscheidend ist jedoch auch hier die individuelle Augenform.

Die Übergänge müssen besonders sorgfältig verblendet werden.

Ziel

Das Auge soll klar definiert und harmonisch wirken – nicht unnötig überladen.


9. Eyeliner bei Weitsichtigkeit

Da die Augen durch die Gläser größer wirken können, ist ein sauberer Eyeliner besonders wichtig.

Jede Unregelmäßigkeit kann stärker wahrgenommen werden.


Deshalb:

Lieber präzise und kontrolliert als unnötig dick.

Die Linie sollte:

  • gleichmäßig,

  • zur Augenform passend,

  • sauber ausgearbeitet

sein.

Bei Unsicherheit zunächst dünn beginnen.

Intensität kann anschließend ergänzt werden.


10. Mascara bei Weitsichtigkeit

Auch Mascara wird hinter vergrößernden Gläsern deutlich sichtbar.


Deshalb besonders beachten:

  • Wimpern sauber trennen,

  • Klümpchen vermeiden,

  • Produkt kontrolliert auftragen,

  • Intensität schrittweise aufbauen.


Gerade hier zeigt sich wieder unser wichtiges Prinzip:

Präzision ist wichtiger als Produktmenge.

11. Augenbrauen und Brille – ein gemeinsamer Rahmen

Die Augenbrauen bilden den natürlichen Rahmen der Augen.

Die Brille fügt einen zweiten Rahmen hinzu.

Beide sollten deshalb miteinander harmonieren.


Augenbrauen analysieren

Betrachte:

  • natürliche Form,

  • Dichte,

  • Länge,

  • höchsten Punkt,

  • Verhältnis zur oberen Brillenlinie.


Lücken sanft auffüllen

Fehlende Härchen können mit feinen Strichen ergänzt werden.

Die Augenbrauen sollten jedoch nicht unnötig dunkel oder grafisch wirken.

Besonders bei markanten Fassungen

Eine kräftige Brille bringt bereits viel Struktur ins Gesicht.

Sehr harte Augenbrauen können dann mit der Fassung konkurrieren.

Merksatz: Brille und Augenbrauen sollen sich ergänzen – nicht gegeneinander arbeiten.


12. Die Augenpartie und Concealer

Eine Brille kann durch ihren Rahmen und die Lichtwirkung zusätzliche Schatten rund um die Augenpartie erzeugen. Deshalb lohnt es sich, diesen Bereich besonders sorgfältig zu betrachten.


Mögliche Korrekturbereiche sind:

  • Augenringe,

  • Vertiefungen,

  • innere Augenwinkel,

  • Schatten unterhalb des Auges.


Wir erinnern uns:

Vertiefungen können vorsichtig aufgehellt werden.

Dabei sollte Concealer nicht unnötig dick aufgetragen werden.

Ziel

Die Augenpartie soll frisch wirken und das Auge optisch unterstützen.

Nicht: eine helle, deutlich sichtbare Fläche unter dem Auge erzeugen.


13. Lidschatten und Brillenfassung farblich abstimmen

Die Brillenfassung ist Teil des Gesamtlooks.

Deshalb sollte die Lidschattenfarbe nicht isoliert gewählt werden.


Berücksichtigt werden:

  • Augenfarbe,

  • Haut,

  • Haare,

  • Brillenfarbe,

  • Kleidung,

  • Anlass.


Unsere Ausbildungsunterlagen beschäftigen sich ausführlich mit der Wirkung warmer und kalter Farben sowie unterschiedlichen Farbharmonien.

Diese Prinzipien können auch beim Brillen-Make-up angewendet werden.


14. Muss der Lidschatten zur Brille passen?

Nicht unbedingt.

Eine rote Brille verlangt beispielsweise nicht automatisch roten Lidschatten.

Viel wichtiger ist eine harmonische Gesamtwirkung.


Wir können verschiedene Strategien wählen:

Harmonische Farbtöne

Make-up und Brillenfassung liegen farblich nahe beieinander.

Das Ergebnis wirkt ruhig und abgestimmt.

Neutrales Augen-Make-up

Bei einer auffälligen Brille kann ein zurückhaltendes Augen-Make-up für Balance sorgen.

Bewusster Kontrast

Farben können gezielt kontrastierend eingesetzt werden.

Hier hilft uns erneut die Farbenlehre.

Unsere Ausbildungsunterlagen beschreiben unter anderem monochrome, analoge und komplementäre Farbharmonien.


15. Komplementärfarben für ausdrucksstarke Augen

Die Augenfarbe selbst kann beim Brillen-Make-up ebenfalls gezielt unterstützt werden.


Unsere Ausbildungsunterlagen zeigen beispielsweise:

Grüne Augen → violette Töne können intensivieren.

Blaue Augen → Apricot-Töne mit Orangeanteil können die Augenfarbe hervorheben. 


Diese Wirkung beruht auf dem Komplementärkontrast.

Bei einer Brille muss allerdings zusätzlich berücksichtigt werden, welche Farbe die Fassung mitbringt.


Wir haben also nicht nur:

Augenfarbe ↔ Lidschatten

sondern:

Augenfarbe ↔ Lidschatten ↔ Brillenfassung


16. Rouge und Brille

Auch Rouge spielt beim Brillen-Make-up eine wichtige Rolle.

Eine Brille konzentriert viel Aufmerksamkeit auf die obere Gesichtshälfte.

Rouge kann helfen, die Gesamtwirkung auszubalancieren und dem Gesicht Frische zu verleihen.


Die Platzierung richtet sich weiterhin nach:

  • Gesichtsform,

  • Proportionen,

  • gewünschter Wirkung.


Wichtig

Rouge nicht zu hoch und unkontrolliert bis direkt unter den Brillenrahmen ziehen. Das Zusammenspiel sollte im Spiegel mit aufgesetzter Brille beurteilt werden.


17. Lippen als Gegenpol zur Brille

Bei einer auffälligen Brillenfassung kann auch die Lippenfarbe eine interessante Rolle spielen.


Je nach gewünschtem Look können die Lippen:

  • sehr natürlich,

  • frisch,

  • elegant,

  • intensiv

gestaltet werden.


Eine markante Brille bedeutet also nicht automatisch, dass die Lippen zurückhaltend sein müssen.

Entscheidend ist die Balance.


Beispiel

Markante Brille + dezente Augen + kräftigere Lippen

kann sehr harmonisch wirken.

Ebenso möglich:

Feine Brille + stärker betonte Augen + natürliche Lippen

Die Persönlichkeit entscheidet.


18. Brillen-Make-up für den Alltag

Für ein natürliches Tages-Make-up eignet sich häufig folgende Struktur:

Teint

Natürlich und ebenmäßig.

Augenpartie

Frisch und gezielt korrigiert.

Augenbrauen

Sauber definiert.

Augen

Leicht modelliert und passend zur Wirkung der Gläser gestaltet.

Wimpern

Definiert und getrennt.

Rouge

Frisch und harmonisch.

Lippen

Natürlich oder mit einem dezenten Farbakzent.

Das Ergebnis soll auch mit aufgesetzter Brille gepflegt und ausgewogen wirken.


19. Brillen-Make-up für den Abend

Am Abend kann die Intensität gesteigert werden.


Möglich sind:

  • stärkere Augenmodellierung,

  • definierterer Wimpernkranz,

  • intensivere Lidschattenfarben,

  • stärkeres Rouge,

  • ausdrucksvollere Lippen.


Doch gerade bei einer markanten Fassung gilt:

Nicht jedes Element muss gleichzeitig intensiviert werden.

Ein klarer Schwerpunkt schafft häufig mehr Eleganz.


20. Brille und Make-up – Schwerpunkt bewusst setzen

Eine Brille kann selbst bereits ein starker Blickfang sein.

Deshalb sollte entschieden werden:

Soll das Auge dominieren?

Dann wird die Augenpartie bewusst stärker gestaltet.

Soll die Brille dominieren?

Dann kann das Augen-Make-up zurückhaltender bleiben.

Sollen die Lippen den Schwerpunkt bilden?

Dann können Augen und Brille gemeinsam einen ruhigeren Rahmen schaffen.

Ein professioneller Look braucht nicht überall maximale Intensität. Er braucht eine klare Entscheidung.

21. Brillen-Make-up Schritt für Schritt

Schritt 1 – Beratung

Wünsche, Anlass und persönlichen Stil besprechen.

Schritt 2 – Brille analysieren

Form, Farbe, Rahmenstärke und Wirkung der Gläser betrachten.

Schritt 3 – Haut vorbereiten

Reinigen, tonisieren und pflegen.

Schritt 4 – Foundation

Dünn und gleichmäßig auftragen.

Schritt 5 – Augenpartie korrigieren

Schatten und Vertiefungen gezielt ausgleichen.

Schritt 6 – Augenbrauen gestalten

Form definieren und mit der Brille abstimmen.

Schritt 7 – Wirkung der Gläser berücksichtigen

Kurzsichtig oder weitsichtig?

Optisch verkleinert oder vergrößert?

Schritt 8 – Lidschatten auftragen

Augenform und gewünschte Wirkung modellieren.

Schritt 9 – Wimpernkranz definieren

Eyeliner oder Kajal kontrolliert einsetzen.

Schritt 10 – Mascara

Wimpern tuschen und sauber trennen.

Schritt 11 – Brille aufsetzen

Jetzt unbedingt die Wirkung kontrollieren.

Schritt 12 – Rouge

Frische und Balance ins Gesicht bringen.

Schritt 13 – Lippen

Farbe und Intensität auf Gesamtlook abstimmen.

Schritt 14 – Erneut Brille aufsetzen

Make-up niemals ausschließlich ohne Brille beurteilen.

Schritt 15 – Gesamtbild kontrollieren

Gesicht, Brille, Haare, Kleidung und Anlass gemeinsam betrachten.


22. Kurzsichtig oder weitsichtig – auf einen Blick

Kurzsichtigkeit

Weitsichtigkeit

Augen können optisch kleiner wirken

Augen können optisch größer wirken

Blick optisch öffnen

Blick kontrolliert definieren

Helle bis mittlere Bereiche nutzen

Modellierung besonders präzise ausarbeiten

Dunkle Flächen bewusst dosieren

Unsaubere Übergänge besonders vermeiden

Eyeliner nicht unnötig schwer gestalten

Eyeliner sehr sauber zeichnen

Mascara öffnet den Blick

Mascara sorgfältig trennen

Geschlossene dunkle Umrandungen bewusst einsetzen

Details werden stärker sichtbar

Wirkung immer mit Brille kontrollieren

Wirkung immer mit Brille kontrollieren


Wichtig

Diese Gegenüberstellung ist eine Orientierung, keine starre Schminkanweisung.

Augenform, Brillenfassung und Persönlichkeit bleiben entscheidend.


23. Häufige Fehler beim Brillen-Make-up

Das Make-up nur ohne Brille beurteilen

Der Look funktioniert am Schminkplatz – aber nicht mit Brille.

Besser: Während der Arbeit regelmäßig die Brille aufsetzen.

Kurz- und Weitsichtigkeit gleich schminken

Die unterschiedliche optische Wirkung der Gläser wird ignoriert.

Besser: Erst die Wirkung der Gläser analysieren.

Zu breite dunkle Linien bei optisch kleinen Augen

Das Auge wirkt noch kleiner.

Besser: Definition kontrolliert einsetzen.

Unsauberer Eyeliner bei vergrößernden Gläsern

Kleine Fehler werden stärker sichtbar.

Besser: Dünn beginnen und präzise arbeiten.

Verklumpte Mascara

Durch vergrößernde Gläser kann dies besonders auffallen.

Besser: Wimpern sauber trennen.

Augenbrauen und Brillenrahmen konkurrieren miteinander

Zu viel Härte entsteht in der oberen Gesichtshälfte.

Besser: Beide Rahmen gemeinsam beurteilen.

Brillenfarbe ignorieren

Das Augen-Make-up passt zwar zum Auge, aber nicht zum Gesamtlook.

Besser: Brille in die Farbharmonie einbeziehen.

Zu viele Schwerpunkte setzen

Brille, Augen und Lippen konkurrieren gleichzeitig.

Besser: Eine klare Gewichtung festlegen.


24. Profi-Checkliste für Brillen-Make-up

Vor Abschluss kontrollieren wir:

✓ Ist der Teint gleichmäßig und natürlich?

✓ Ist die Augenpartie frisch und sauber korrigiert?

✓ Passt die Augenbrauenform zur Brille?

✓ Sind die Augenbrauen nicht unnötig hart?

✓ Wurde die optische Wirkung der Gläser berücksichtigt?

✓ Wirken die Augen hinter der Brille offen und harmonisch?

✓ Ist der Lidschatten sauber verblendet?

✓ Passt die Intensität zur Fassung?

✓ Ist der Eyeliner präzise?

✓ Sind die Wimpern sauber getrennt?

✓ Berühren die Wimpern die Brillengläser?

✓ Harmonieren Augenfarbe, Lidschatten und Brillenfassung?

✓ Ist das Rouge passend platziert?

✓ Unterstützen die Lippen den Gesamtlook?

✓ Gibt es einen klaren Schwerpunkt?

✓ Passt das Make-up zum Anlass?

✓ Wurde das Ergebnis mit aufgesetzter Brille kontrolliert?


25. Was du dir für die Praxis merken solltest

👓 Die Brille gehört zum Make-up-Konzept

Sie ist kein Gegenstand, der erst nach dem Schminken zufällig aufgesetzt wird.

Sie ist Teil des gesamten Gesichtseindrucks.

👁 Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit unterscheiden

Die Gläser können die Augen unterschiedlich erscheinen lassen. Diese Wirkung beeinflusst die Gestaltung.

Präzision zählt

Besonders bei optisch vergrößernden Gläsern werden Details stärker sichtbar.

🎨 Farben gemeinsam betrachten

Augenfarbe, Make-up, Brillenfassung, Haare und Kleidung bilden eine Einheit.

❤️ Persönlichkeit bleibt wichtiger als jede Regel

Eine Kundin mit auffälliger Brille darf auch auffälliges Make-up tragen, wenn es ihrem Stil entspricht.

🔍 Immer wieder kontrollieren

Brille ab → arbeiten → Brille auf → beurteilen.

Dieser Wechsel gehört zur professionellen Arbeitsweise.


26. Das wichtigste Prinzip beim Brillen-Make-up

Die Brille darf nicht als Hindernis betrachtet werden.

Sie kann vielmehr ein wunderschönes Gestaltungselement sein.

Eine markante Fassung kann Persönlichkeit unterstreichen. Eine filigrane Brille kann elegant und zurückhaltend wirken. Farbe kann einen spannenden Akzent setzen.

Unsere Aufgabe als Visagistin oder Visagist besteht darin, das Make-up so zu gestalten, dass Brille und Gesicht miteinander arbeiten.


Dafür müssen wir drei Dinge verstehen:

Wie wirkt das Auge? Wie verändert das Glas diese Wirkung? Wie fügt sich die Brille in das gesamte Gesicht ein?

Erst daraus entsteht die passende Make-up-Technik.


Fazit: Die Brille ist Teil des Looks

Professionelles Brillen-Make-up verbindet Augenanalyse, Farbgestaltung und präzise Technik.

Bei Kurzsichtigkeit kann das Ziel darin bestehen, optisch kleiner wirkende Augen offener erscheinen zu lassen.

Bei Weitsichtigkeit erfordern optisch vergrößerte Augen besonders saubere Linien und Übergänge.

Augenbrauen und Brillenrahmen bilden gemeinsam den Rahmen der Augen. Lidschatten, Eyeliner und Mascara müssen auf die Wirkung der Gläser abgestimmt werden. Rouge und Lippen sorgen schließlich dafür, dass nicht ausschließlich die obere Gesichtshälfte Aufmerksamkeit erhält.


Dabei bleibt ein Grundsatz unverändert:

Nicht die Brille bestimmt das Make-up allein – entscheidend ist das Zusammenspiel aus Gesicht, Augen, Brille, Farbtyp, Persönlichkeit und Anlass.

Merksatz

Die Brille verändert den Blick – professionelles Make-up bringt Brille, Augen und Persönlichkeit in Harmonie.









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